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Renovierung der Gedenkstätte im Foyer des Gemeindeamtes

8. Januar 2026 | Zapomenuté osudy

Vergessene Schicksale

Titel des Artikels

Die ursprüngliche Liste mit 12 Opfern des Zweiten Weltkriegs wurde um weitere 12 Namen ergänzt...

Im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten im Erdgeschoss des Gemeindeamtes wurde die ursprüngliche Gedenktafel mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs entfernt. Der Bürgermeister bat daher die Mitglieder der Arbeitsgruppe für historische Ereignisse in Ratiboř, den Zustand der Gedenkstätte zu begutachten und eine neue, würdige Gestaltung zu entwerfen.

Wir haben alle auf der Gedenktafel aufgeführten Namen, ihre Geburts- und Sterbedaten überprüft und gleichzeitig die Namen derjenigen ergänzt, die während der Besatzungszeit von 1939 bis 1945 gefallen sind, hingerichtet wurden oder an den Folgen von Folter starben.

Großen Verdienst an der Ergänzung der Fakten hat Ondřej Haša. Dank seiner Forschungsarbeit und der Zusammenarbeit mit mir ist es gelungen, die ursprüngliche Liste von zwölf Opfern um weitere zwölf Namen zu ergänzen. Insgesamt sind auf der neuen Gedenktafel 24 Personen aufgeführt, die mit unserer Gemeinde in Verbindung stehen. Auf der Grundlage der neuen Erkenntnisse haben wir einige fehlerhafte Angaben auf der ursprünglichen Tafel korrigiert.

Der Autor der neuen Gestaltung der Gedenkstätte ist der akademische Architekt Libor Sošťák. Als Hintergrund für die Gedenktafel wählte er ein Motiv aus einer der ältesten erhaltenen Postkarten von Ratiboř, die Geschichte atmet und die Gemeinde symbolisch mit dem Schicksal derjenigen verbindet, deren Namen auf den Tafeln stehen. Die Namen der Opfer sind alphabetisch geordnet, damit keiner bevorzugt wird. Die Gedenktafeln aus Edelstahl sind auf einer gebürsteten Escheplatte mit einer Patina befestigt, die zur historischen Fototapete der Gemeinde passt. Ergänzt wird die Gedenkstätte durch eine Keramikvase unter der Gedenktafel, ein Werk von Libor Sošťák jr.

Das Konzept wirkt würdevoll und ausgewogen, der Autor hat es mit Feingefühl und Respekt umgesetzt. Für alle, die daran vorbeikommen, wird es zu einer stillen, aber eindringlichen Erinnerung an die schrecklichen Jahre der Besatzung und die Opfer, die unsere Mitbürger gebracht haben.

Mein Dank für die Arbeit an der Gesamtrekonstruktion gilt meinen Freunden von LG (Honza Janíček, Olda Matula, Libor Sošťák, Vlastík Škarpa) sowie Štěpán Janíček und Jana Pišťáková Vaculíková, die maßgeblich an der Vorbereitung der neuen Installation beteiligt waren. Ein großer Dank geht an Zdeněk Daňo, Aleš Kořenek, Tomáš Galetka und die Firma Invista. Ich danke der Gemeindeverwaltung Ratiboř für die großartige Unterstützung und Zusammenarbeit.

Stanislav Haša

 

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